Nach zwölf Jahren wird in der Bücherei alles anders: Schulbibliothekarin Petra Opel geht in den Ruhestand

Im Frühjahr 2009 kam sie an die Schule und baute mit Enthusiasmus und ganz viel Liebe zu Büchern und Kindern eine gemütlich-heimelige Schülerbücherei auf. Vor zwölf Jahren war der Umzug der Bücherei, die zu der Zeit noch im Hausmeisterbungalow ein Schattendasein führte, ihre erste Aufgabe.  Der neue Standort war im Hauptgebäude und damit deutlich zentraler und besser erreichbar. Im Frühjahr 2010 waren die Kartons wieder ausgepackt und zusammen mit jeder Menge neuer attraktiver Romane und Sachbücher übersichtlich in Regale gestellt. Einer Eröffnung der neuen Bibliothek stand nichts mehr im Wege. Gerne nahmen die Mädchen und Jungen das umfassende Angebot an und wurden bei ihrer Buchauswahl beraten und unterstützt. „Am meisten Spaß hat mir immer die Arbeit mit den Schülern gemacht“, so Petra Opel zu den  Beweggründen für ihren jahrelangen intensiven Einsatz für Lesebereitschaft und -begeisterung. Unterstützt wurde sie dabei von den von ihr rekrutierten „Büchereihelfern“ und „Lesescouts“,  die ihrerseits oft und erfolgreich ihre Mitschüler zum Lesen motivierten.
Manche Anekdote kommt Petra Opel in den Sinn, wenn sie die zwölf Jahre Revue passieren lässt. „Ich lese nicht und ich betrete die Bücherei nicht!“, lautete die eindeutige Ansage einer Sechstklässlerin. „Und am Ende der 10. Klasse musste ich sie fast aus der Bücherei heraustragen!“, freut sich Opel über den Erfolg ihrer Arbeit. Ob Betreuung des Selbstlernzentrums, die Gestaltung des „Bundesweiten Vorlesetags“, Dichterlesungen, Vorlesewettbewerbe oder Büchervorstellungen in den Klassen: Alles lag in ihren kompetenten Händen. „Toll war, wenn sofort nach einer Büchervorstellung ein Kind zu mir sagte: Das Buch nehme ich!“ Dann hatte sie alles richtig gemacht.
Letzte Aufgabe war das Einpacken der fast 4000 Bücher in Kartons, denn mit dem Umbau der Schule wird es auch eine neue Schülerbibliothek geben. Ausgepackt werden sie dann im Herbst von ihrer Nachfolgerin Marianne Wetterling, die sich in den letzten Wochen schon ein klein wenig in die neue Aufgabe einfinden konnte.
Ganz los kommt Opel aber von Büchern noch nicht. Sie wird auch weiterhin ehrenamtlich die Bücherei in Schieder leiten, aber auch mehr Zeit für das Bridgespielen haben und gemeinsam mit ihrem Mann das Projekt Hausbau zu Ende bringen.

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(Heike Ufkes)