„Ein Kind braucht sieben Anläufe,  bis man ihm glaubt.“
Fortbildung an der Johannes-Gigas-Schule soll Lehrkräfte für Anzeichen von sexueller Gewalt sensibilisieren

Mit dieser und anderen schockierenden Tatsachen („Die Täter werden immer jünger!“) konfrontierte Werner Engelhardt von der Bielefelder Beratungsstelle „prävent“ das Kollegium der Johannes-Gigas-Schule in einer gerade durchgeführten Lehrerfortbildung. Er betonte deren Dringlichkeit, indem er darauf verwies, dass die tatsächliche Zahl der Opfer von sexueller Gewalt „etwa 15 bis 20 mal höher ist als die Zahl der bekannten Fälle“ und riet den Lehrkräften – und nicht nur ihnen! -  zu einer Kultur des Hinschauens. „Wann immer Sie etwas Ungewöhnliches hören oder sehen, verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl und tauschen Sie sich zuerst einmal mit einem Kollegen aus.“  Anzeichen für sexualisierte Gewalt gäbe es genug, doch müsse man sie auch erkennen und richtig deuten können. Im nächsten Schritt gelte es, professionelle Unterstützung einzufordern. Weitere Tipps zum richtigen Umgang mit potentiellen Opfern, aber auch den Tätern, die durchaus auch aus den Reihen der Schülerschaft kommen können,  folgten. Schnell wurde deutlich, dass das Thema zu wichtig und zu umfangreich für eine einzige Fortbildung ist, sodass aus den Reihen des Kollegiums der Wunsch nach einer alsbaldigen Intensivierung laut wurde.


jgsluegde
            Werner Engelhard von prävent Bielefeld

(Heike Ufkes)