Der Schüleraustausch mit Polen

Im Jahr 1997 wurde seitens des damals noch unbekannten polnischen Lehrers Jerzy Janas die Anfrage an die Realschule Lügde gestellt, ob eine Partnerschaft mit seiner Schule im polnischen Przemkow denkbar sei. Nach kurzem überlegen fuhren einige Zeit später mehrere Kollegen der Realschule sowie der Schulleiter Uwe Kolk nach Przemkow, um die Grundlagen für einen Schüleraustausch zu legen. Dabei war auch Karl Lohre, der allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnte, dass er annähernd 20 Jahre, bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2015, den Austausch leiten würde. Im Jahr 1998, auf der ersten Fahrt nach Przemkow mit 20 Schülerinnen und Schülern, wurde er unterstützt von Eva Brinkmeier , die im zweiten und dritten Jahr von Kathrin Koners abgelöst wurde. Ab Frühjahr 2002 managte Karl Lohre gemeinsam mit Heike Ufkes den Austausch. Viele Schuljahre lang fanden jeweils ein Besuch in Polen und einer in Lügde statt. Untergebracht waren die Mädchen und Jungen in den Gastfamilien und die betreuenden Lehrkräfte wurden von den Kollegen der gastgebenden Schule aufgenommen.
Im Jahr 2007 fand anlässlich des zehnjährigen Jubiläums erstmals ein gemeinsamer Aufenthalt in einer Jugendherberge statt und der Gegenbesuch fand aus Kostengränden erstmals 2008 und ab dann regelmäßig im darauffolgenden Jahr statt. Die Begegnung in der Jugendherberge wurde sowohl auf polnischer und auf deutscher Seite mehrfach wiederholt, bis die Finanzierung problematisch wurde. So kehrten die Organisatoren im Jahr 2013 zurück zur Unterbringung der polnischen Schüler und Lehrer  in deutschen Gastfamilien, während der Gegenbesuch  die deutsche Gruppe 2014 noch einmal in eine Herberge, nämlich nach Lubin fährte.
Dank der zuverlässigen finanziellen Unterstätzung des Förderkreises und des Deutsch-Polnischen Jugendwerks sowie des Engagements der Lehrkräfte konnte der Austausch äber einen so langen Zeitraum aufrecht erhalten werden. Vorurteile wurden abgebaut und  vielen SchülerInnen und Schülern konnte Polen näher gebracht werden. Und ganz sicher hat auch dieser Austausch ein kleines Stückchen zur Völkerverständigung beitragen kännen.
Die Ära Lohre/Ufkes war im Sommer 2014 beendet, ein neues Organisationsteam galt es zu finden. Mit Lilli Schnaidt und Timo Rabsahl tritt jetzt das nächste Lehrerteam an, den Schüleraustausch mit Przemkow mit Leben zu erfüllen und den Mädchen und Jungen der Johannes-Gigas-Schule die Fahrt nach Osteuropa zu ermöglichen.

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Nach einer langen Fahrt endlich vereint

Vom 06. bis zum 10. Mai dieses Jahres fand der regelmäßige Schüleraustausch der Johannes-Gigas-Schule statt. Dieses Mal kamen 20 polnische Schüler und Schülerinnen in die wunderschöne Stadt Lügde nach einer langen Zugfahrt an.
Fünf Tage lang hatten die Jugendlichen die Gelegenheit gehabt, eine unvergessliche Zeit voller neuer Begegnungen, Entdeckungen und Bekanntschaften zu verbringen. Organisiert worden war das Programm von den verantwortlichen Lehrkräften Lilli Schnaidt und Timo Rabsahl. Wenige Wochen vor der Anreise hatten die Teilnehmer des Austausches schon die Möglichkeit gehabt, sich übers Internet auszutauschen, sodass manche Freundschaften sich schon vorab anbahnten.
Traditionell fand der erste Schultag am Dienstag statt, an dem die polnischen Teilnehmer/Innen auch an dem Lernprozess beteiligt waren und das deutsche Schulsystem kennenlernen durften.
Die zweite Tageshälfte war vor allem den Exkursionen gewidmet. Die Austauschteilnehmer besuchten das Hermannsdenkmal in Detmold und den Dom in Paderborn. Sie verbrachten aber auch einige Zeit im Bus. Diese wurde unter anderem gerne dazu genutzt, polnische und deutsche Wörter und Redewendungen einzuüben, aber auch bei den polnischen Sing- und Klatschspielen mitzuspielen.
In der exkursionsfreien Zeit haben die Jugendlichen den Heide Park besucht und dank der zuverlässigen Unterstützung von Anja Hasse, der Mutter eines teilnehmenden Mädchens, im Emmerauenpark gegrillt. Diese beiden Programmpunkte haben übrigens am meisten sowohl bei den polnischen als auch den deutschen Schülern gepunktet.
Die Zeit verflog sehr schnell. Die Jugendlichen wollten sich am Freitag nicht trennen, weil sie während der gemeinsamen Zeit sich angefreundet hatten.
Großer Dank gilt hierbei dem Förderkreis der Schule, der das Austauschprogramm immer wieder großzügig unterstützt und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Ohne diese beiden Sponsoren wäre die Durchführung kaum möglich, da auf die Eltern zu hohe Kosten zukommen würden.

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(Lilli Schnaidt)



Przemkow, Energylandia, Krakau  - ein spannender Schüleraustausch 2018

 
Seit 22 Jahren findet zwischen der Johannes-Gigas-Schule in Lügde und der polnischen Partnerschule in Przemkow ein einwöchiger Schüleraustausch statt. In dieser Tradition machten sich am Montag, dem 04.06.2018 wieder zwanzig Schülerinnen und Schüler, begleitet durch ihre Lehrkräfte Alessa Day und Timo Rabsahl, mit dem Zug auf den Weg zur deutsch-polnischen Grenze. Dort angekommen wurden sie von einem Kleinbus abgeholt, der die Gruppe in die ca. 580 km entfernte Partnerstadt Przemkow brachte. In Przemkow wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich mit einem großen Buffet empfangen, sie lernten ihre Austauschfamilien kennen und wurden Zeugen der polnischen Gastfreundschaft.

Am Dienstag erlebten die Schülerinnen und Schüler den Alltag ihrer Austauschpartner. Nach der Übernachtung in den Gastfamilien besichtigten sie die Schule, arbeiteten im Unterricht mit und aßen zusammen zu Mittag in der Schulmensa. Natärlich konnten sich die Schülerinnen und Schüler gerade im Deutschunterricht einbringen, aber auch Sport und Mathe standen auf dem Programm.

Mittwoch wartete ein weiterer besonderer Höhepunkt auf die Schülergruppe aus Lügde. Gemeinsam mit ihren Tauschpartnern verbrachten sie einen Tag im Freizeitpark Energylandia, um am Abend von dort in die zweitgrößte Stadt Polens, Krakau, zu reisen. Diese konnte am Donnerstag bei schönstem Wetter besichtigt werden. Der beindruckende historische Marktplatz, eine tolle, schülergerechte Stadtführung und natürlich Zeit für Einkäufe rundeten einen wirklich gelungenen Austausch ab. So sagte Hanna Kelm aus der 9a: "Ich würde jederzeit wieder an solch einem Austausch teilnehmen!" Und  Jennifer Ehrenberg aus der 9c betonte: "Die An- und Abreise sind zwar anstrengend gewesen, aber es hat sich echt gelohnt!"
Dank der zuverlässigen Unterstützung sowohl des Förderkreises der Johannes-Gigas-Schule als auch des Deutsch-Polnischen-Jugendwerkes werden im nächsten Jahr wieder zwanzig Schülerinnen und Schüler am Schüleraustausch teilnehmen können.

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 (Timo Rabsahl)





Polenaustausch vom 29.5. bis 2.6.2017


Am Montag, dem 29.5.2017 empfingen wir die 18 polnischen Schüler/innen an unserer Schule. Sie waren 11 Stunden mit dem Zug unterwegs, bis sie ihr Ziel, den Bahnhof in Lügde, erreicht hatten. Dort  wurden sie von Herrn Rabsahl empfangen. Um ihnen den Weg zur Schule zu erleichtern, hat ein Lehrer sich bereit erklärt, das Gepäck mit einem Auto zur Schule zu bringen. An der Schule wurden die Schüler von uns, unseren Eltern und Herrn Tillmanns herzlich begrüßt. Jeder Schüler wurde seiner Gastfamilie vorgestellt und anschließend ging es in die einzelnen Familien.

Dienstag ging es gleich früh wieder los. Bereits zur ersten Stunde trafen wir uns und nahmen die Gastschüler mit in unsere Klassen zum gemeinsamen Unterricht. Der Englischunterricht fiel ihnen am leichtesten,  da sie hier ihre Englischkenntnisse gut einbringen konnten.
Im Anschluss an die Schule haben wir gemeinsam gegrillt. Da es leider regnete, fand das Grillen nicht wie geplant auf der Wiese statt, sondern wir mussten das Ganze unter das Pausendach verlegen.

Der dritte Tag war einer der aufregendsten Tage, nicht nur für die Gäste, sondern auch für uns. Es ging in den Heide Park nach Soltau. Nach einem fröhlichen und sonnigen Tag kamen wir um 19 Uhr wieder in Lügde an. Einige von uns waren ganz schön verbrannt. An diesem Tag waren alle recht müde und es ging sicher für viele früh ins Bett.

Am Donnerstag ging es nach zwei gemeinsamen Schulstunden zum Hermannsdenkmal nach Detmold. Dort haben wir etwas über die Geschichte des Denkmals erfahren. Wir sind alle die vielen Stufen im Denkmal hoch und haben oben die schöne Aussicht genossen. Um uns noch zu bewegen, haben wir einen kleinen Spaziergang durch den Wald gemacht und haben uns die schöne Altstadt von Detmold angesehen. Frau Stempel kommt aus Detmold, sie konnte uns ganz viel über einige Häuser aus verschiedenen Epochen erzählen. Im Bus ging es lustig zu. Die polnischen Schüler haben viel gesungen und wir haben Musik gehört.
Der Abend fand für alle in den jeweiligen Gastfamilien statt.

Freitagmorgen hieß es Abschied nehmen. Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Mensa haben wir unsere Freunde zum Bahnhof nach Lügde begleitet. Der Zug fuhr um 10 Uhr Richtung Hannover. Es gab viele Abschiedstränen. Herr Rabsahl hat mit einem Eis versucht, uns wieder aufzumuntern. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr und sind jetzt schon auf Polen gespannt.

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(Cara Buschhard)



Schüleraustausch -2016-
Lügde und Przemkow

Jedes Jahr findet ein Schüleraustausch zwischen der Johannes-Gigas Schule in Lügde und einer polnischen Schule in Przemkow statt. Auch in diesem Jahr nahmen 20 Schülerinnen und Schüler der Johannes-Gigas Schule am Schüleraustausch teil. Die Fahrt vom Lügder Bahnhof bis nach Przemkow dauerte ca. 9 Stunden. Dort angekommen, wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und konnten uns bei ihnen von der Reise erholen und uns auf den nächsten Tag vorbereiten.
Am Dienstag hatten wir die Gelegenheit, an einem Schultag der polnischen Schülerinnen und Schüler teilzunehmen. Nach tollen Wanderungen, einer Schiffstour und einer Turmbesichtigung trafen wir alle uns am Abend zum Grillen.
Am Mittwoch fuhren wir alle nach Wroclaw zur Jugendherberge und machten am Nachmittag einen Ausflug zu einem Seilpark. Abends gab es noch eine Stadtrallye und Abendessen in einer Bar. Von 20:00-21:30 Uhr durften wir uns noch in einem großen Einkaufszentrum in der Stadt umschauen. Um 22:00 Uhr waren wir wieder in der Jugendherberge.
Am Donnerstag frühstückten wir in der Stadt. Anschließend gingen wir in einen Zoo. Nachmittags machten wir noch die letzten Einkäufe vor der Heimfahrt zurück nach Deutschland.
Am nächsten Morgen war es dann soweit. Wir trafen die letzten Reisevorbereitungen, bevor wir uns von den polnischen Schülerinnen und Schülern verabschieden mussten.
Im Laufe der Woche entstanden viele Freundschaften und wir haben viel erlebt. Es war ein sehr gelungener Schüleraustausch und wir alle freuen uns schon aufs nächste Jahr, wenn wir die polnischen Schülerinnen und Schüler wieder in Lügde empfangen können.

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(Elisa Tälle, Timo Rabsahl)



Sie kamen trotz des Bahnstreiks ans Ziel
20 glückliche Schülerinnen und Schüler aus Polen in Lügde

Lügde. Pänktlich, trotz des anstehenden Bahnstreiks, kamen die Gäste aus Przemkow im Rahmen des 18. Schüleraustausches: 20 Jugendliche sowie drei Lehrkräfte. Während des Besuches wohnten sie in den Gastfamilien der Johannes-Gigas-Schülerinnen und Schüler, mit denen sie sich rasch anfreundeten.
Zu Ehren der Gäste fand in der Schule die monatliche "Assembly" statt, auf der die deutschen Schülerinnen und Schüler ihre Austauschschüler auf der Bühne mit Luftballons in Herzform herzlich Willkommen hießen, aber auch die Darstellungs- und Gestaltengruppe ihr Talent demonstrierte.
Für den fünftägigen Aufenthalt hatten die Gastgeber um das Organisationsteam Lilli Schnaidt und Timo Rabsahl von der Johannes-Gigas-Schule ein volles Programm zusammengestellt. Die kulturelle Seite wurde mit einem Besuch im Rathaus eröffnet, wo die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Buhr den jungen Gästen die Stadtgeschichte nahebrachte. Ein voller Erfolg war allerdings der Besuch des Grenzlandmuseums bei Göttingen, da die Führung von einem ehemaligen Grenzsoldaten höchstpersönlich übernommen wurde. Die anschließende Entdeckungsreise durch die Göttinger Innenstadt sorgte für einen typischen Eindruck, den die Stadt hinterlässt: Offenheit und Freundlichkeit. Durch Hospitationen im Unterricht konnten die polnischen Gäste den Schulalltag in Lügde kennenlernen. Ein Besuch des Hermannsdenkmals in Detmold rundete das Programm vor Ort in Lippe ab. Als besonderes Ankunfts- und Abschluss-Bonbon ist die Gruppe von Lügde in die Pyrmonter Welle gewandert und spielte am letzten Tag Fußballgolf. Diese beiden sportlichen Programmpunkte begeisterten nicht nur die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler, sondern auch die begleitenden Lehrkräfte.
Die restliche Zeit verweilten die Kinder in den Gastfamilien, lernten die deutsche Küche kennen, gingen im Emmerauenpark spazieren, verabredeten sich abends zum Fußballspielen oder genossen italienisches Essen. Am Ende des Austausches waren sich alle darüber einig, dass es sich immer wieder lohnt, mitzumachen.
Doch mit dem tränenreichen Abschied am Bahnhof ist der Schüleraustausch nicht vorbei, denn in einem Jahr geht es im Mai 2016 zum Gegenbesuch in das 600 Kilometer entfernte Przemkow. Großer Dank gilt hierbei dem Förderkreis der Schule, der das Austauschprogramm immer wieder großzügig unterstützt und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Ohne diese beiden Sponsoren wäre die Durchführung kaum möglich, da auf die Eltern zu hohe Kosten zukommen würden.



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(Lilli Schnaidt)



"Wir hätten ruhig noch ein paar Tage länger bleiben können."
20 Jugendliche der Johannes-Gigas-Schule zu Gast in Polen

Sie kamen ganz schön ins Schwitzen und das gleich im doppelten Wortsinn: Bei hochsommerlichen Temperaturen grübelten zwanzig Lügder Mädchen und Jungen der Johannes-Gigas-Schule gemeinsam mit ihren polnischen Gastgebern über den gestellten Aufgaben zu Europa. Auch wenn zum "Warmwerden" der Anfang noch ganz einfach war - galt es doch europäische Hauptstädte den entsprechenden Staaten zuzuordnen - rauchten die Köpfe der Teilnehmer des 17. Schüleraustausches bei der Benennung europäischer Sehenswürdigkeiten ganz gehörig.
Diese gemeinsame Auseinandersetzung mit Europa auf Polnisch, Deutsch, Englisch und natürlich mit Händen und Füßen war ein Teil des umfangreichen Programms, das die polnischen Lehrkräfte Anna Nowicka, Piotr Wackawski und der langjährige Leiter Jerzy Janas für die deutschen Gästen auf die Beine gestellt hatten. 
Vom "Stützpunkt Jugendherberge Lubin" ging es zum Schloss Czocha in Szklarska PorÄ™ba, über das die Schülerinnen und Schüler schaurig-schöne Geschichten erfuhren. Bestaunt werden konnten Wasserfälle in traumhaft schöner Natur ganz in der Nähe des Schlosses und am nächsten Tag das 200 km2 große Naturschutzgebiet "Przemkower Teiche" in Przemkow, der Partnerstadt des Schüleraustausches. Im angepfiffenen Fußballspiel unterlag das deutsche Team hoffnungslos der polnischen Mannschaft. ("Die hatten ja auch Fußballschuhe an!") Bei Zumba und Aerobic waren aber alle wieder vereint und hatten gemeinsam großen Spaß an diesen sportlichen Aktivitäten.
Auch wenn es mit der eigentlich für 22 Uhr angesetzten Nachtruhe nicht immer ganz so klappte, waren die begleitenden Lehrer von der Johannes-Gigas-Schule Karl Lohre und Heike Ufkes mit diesem 17. Schüleraustausch höchst zufrieden. Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von 13 Mädchen und sieben Jungen aus den Klassenstufen 6 bis 10 hatte sich prima zusammengerauft und eine harmonische Woche mit einem abwechslungsreichen Programm bei bestem Wetter erlebt. Achtklässler Jannik hätte sein persönliches Fazit am Schlusstag kaum besser ausdräcken können: "Wir hätten ruhig noch ein paar Tage länger bleiben können."

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(Heike Ufkes)


"Wir haben uns alle gleich gut verstanden"

19 junge Polen zu Gast in der Johannes-Gigas-Schule

Ein tränenreicher Abschied zeichnete sich schon am ersten Tag des diesjährigen Schüleraustausches ab: Auf Anhieb verstanden sich die 19 Mädchen und Jungen aus Przemkow/Polen mit ihren 17 Gastgebern aus neun verschiedenen Klassen der Johannes-Gigas-Schule in Lügde. Zehntklässlerin Nicole brachte es am letzten Tag auf den Punkt: "Wir haben uns alle gleich gut verstanden!".
Der Tagesausflug führte die Gruppe nach Göttingen. Doch vor der lang ersehnten Zeit zum Shoppen ging es ins Eichsfelder Grenzlandmuseum Teistungen. Dort erfuhren Gäste und Gastgeber viel über die jüngste deutsche Geschichte, was nicht nur der 13jährige Niels positiv bewertete: "Das Grenzlandmuseum war sehr spannend, man hat was Neues gelernt." Und schnell wurde allen klar, dass polnische Gäste ohne den Mauerfall wohl nie in Lügde angekommen wären.
Eine gute Resonanz bei allen Teilnehmern des von den langjährigen Organisatoren Karl Lohre und Heike Ufkes zusammengestellten Programms hatte auch die Freizeit im Lügder Freibad. Bei sommerlichen Temperaturen hatten alle sichtlich Spaß am Schwimmen und Toben am und im Wasser. Der große Regen kam dann erst beim Abschlussessen im Emmerauenpark: Kaum saßen alle Teilnehmer auf der (überdachten!) Bühne, begleitete kräftiger Regen das gemeinsame Würstchenessen. Doch das störte niemanden mehr, denn insgesamt war während der gesamten Woche der Wettergott auf der Seite der Jugendlichen, wenngleich sich die Ankunft der Polen am Montag durch das Elbe-Hochwasser um drei Stunden verzögert hatte.
Ein sehr angenehmes "Pflichtprogramm" war das Kennenlernen der Stadt Lügde mit dem Empfang durch die Vertreterin der Stadt Katrin Buhr und Besuche im Heimatmuseum, in der Kilianskirche und im Dechenheim. Dort wusste der anschauliche Film über den Osterräderlauf sehr zu beeindrucken. überrascht zeigten sich die Gäste über die Vielzahl der Attraktionen der doch recht kleinen Osterräderstadt.
An drei Tagen hospitierten die Gäste insgesamt acht Stunden in den Klassen der Gastgeschwister und fanden dies gut. Paulina meinte dazu kurz und knapp: "I liked the lessons."
Mateusz, Aleksander und viele weiter junge Polen benannten noch einen völlig anderen positiven Aspekt: "We liked our families." Nicht unwichtig bei einem Austausch!
Ein harmonischer Schüleraustausch mit einem bunten Programm, netten Gästen, engagierten Gastfamilien bei schönem Wetter - mehr geht nicht. "Ich freue mich schon auf nächstes Jahr", so das Fazit der 13jährigen Anna-Maria, "wenn der Gegenbesuch in Polen stattfinden wird."
Durch den Förderkreis der Johannes-Gigas-Schule und das Deutsch-Polnische Jugendwerk,  die sich bislang immer an der Finanzierung des jährlichen Austausches beteiligt haben, wird  bestimmt im nächsten Frühjahr nach Przemkow gestartet werden können.

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(Heike Ufkes)