Die neunten Klassen im Praktikum

Gläser schleifen, Medikamente herstellen, Kinder betreuen, Reifen wechseln – alles Tätigkeiten, die man in der Schule nicht unbedingt lernt. Im Praktikum hingegen konnten wir solche Tätigkeiten kennen lernen.

Das Praktikum der neunten Klassen fand in diesem Schuljahr wie üblich in den letzten drei Wochen vor den Herbstferien statt. Wir Schüler konnten in verschiedene, selbst ausgewählte Berufsfelder hineinschauen: Optiker/in, Erzieher/in oder Medizinisch-technische/r Assistent/in und viele andere. Dazu mussten Bewerbungen geschrieben und Vorstellungsgespräche geführt werden, bevor man die Zusage bekam.

Schon im Vorfeld machte man sich natürlich Gedanken darüber, was einen im Betrieb bzw. der Praktikumsstelle erwartet. Wie wird man aufgenommen, wird man die Arbeit schaffen, welche Aufgaben wird man bekommen? Kommt man mit den längeren Arbeitszeiten zurecht? Bei uns waren Sorgen unnötig, die Mitarbeiter waren sehr freundlich und wenn man tatsächlich mal etwas nicht konnte, dann war Hilfe stets in der Nähe. Am ersten Praktikumstag lernten wir die Mitarbeiter kennen und bekamen eine Führung durch den Betrieb, um alles richtig kennen zu lernen. Danach wurden auch schon die ersten Aufgaben verteilt. Die Zeit vergeht schneller, wenn man etwas zu tun hat. Die Arbeitszeiten waren je nach Berufsfeld durchaus verschieden, genau wie die Pausen. Aber alle Schülerinnen und Schüler mussten eine Praktikumsmappe anfertigen, die wir abgeben mussten und die dann auch benotet wird.

Die Betreuung erfolgte durch die Wirtschaftslehrer, die mit den Betrieben einen Besuchstermin abgesprochen haben. Bei dem Termin sprachen sowohl wir als auch unsere Praktikumsbetreuer mit ihnen.

Wir hatten im Praktikum viel Spaß, im Hinblick auf die spätere Berufswahl hat es uns weiter gebracht und wir haben viele Erfahrungen gesammelt. Wem dieser Durchgang noch nicht geholfen hat: Im 10. Schuljahr ist noch ein weiteres Praktikum.

Jamila Ali (9b), Finja Kaschube (9c), Zina Ridder (9c), Marleen Schlieker (9b)


Berufsorientierung an der Johannes-Gigas-Schule

Die Berufsorientierung ist an unserer Schule ein zentraler Punkt, sowohl im Schulprogramm als auch im Schulleben. Sie dient dazu, die Schüler zu befähigen, für sich selber die beste Wahl für die Zeit nach dem 10. Schuljahr zu treffen, sei es eine Ausbildung oder eine weiterführende Schule.

In den Schuljahren 5 – 7 nehmen die Schüler, sofern gewünscht, am so genannten „Girls and Boys-Day“ teil, dem Zukunfstag für Mädchen und Jungen. In diesem Rahmen können sie z.B. mit ihren Eltern mitgehen um deren Arbeitsplätze und die dortigen Abläufe kennen zu lernen.

Im 8. Schuljahr beginnt der eigentliche Berufswahlprozess. Alle Schüler der 8. Klassen nehmen an der Potenzialanalyse teil, um ihre berufsbezogenen Qualifikationen und Fähigkeiten durch umfangreiche Tests festzustellen. Die Ergebnisse werden individuell unterbreitet und empfehlen jedem Schüler bestimmte Berufsfelder. In den darauf folgenden drei Berufserkundungstagen sollen die Schüler für jeweils einen Tag möglichst in diese Berufsfelder hineinschauen.

Im Zentrum des 9. Schuljahres steht das dreiwöchige Betriebspraktikum. In dieser Zeit erhalten die Schüler einen tieferen Einblick in die Arbeitswelt. Sie wählen sich die Betriebe selber, erhalten bei Bedarf aber Unterstützung. Zu ihren Erfahrungen erstellen sie eine Praktikumsmappe.

Ein weiteres Praktikum gibt es in der zehnten Klasse. Es dauert zwei Wochen und kann auch in der ersten Woche auch in der EF-Klasse eines Gymnasiums absolviert werden.

Der gesamte Berufswahlprozess wird unterstützt durch weitere Angebote: Die Berufsagentur bietet wöchentliche Gesprächstermine für die Schüler der neunten und zehnten Klassen an, in denen individuell beraten wird. Den Schülern wird auch das umfangreiche Internetangebot der Berufsagentur vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Schwering& Hasse-Stiftung und dem „BÜRO für berufliche Strategien und Sprache“ wird jedes Jahr das Projekt „Fit for Job“ für die 9. Klassen neu gestartet.Es geht um ein Kommunikationstraining, Module zur Gesprächsführung, zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, ein Team- und Kooperationstraining, Informationen zu Einstellungstestverfahren, einen Finanzführerschein sowie Coaching und Einzelfallbetreuung. Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis.

Die Berufsorientierung spielt auch im sonstigen Unterricht eine Rolle, der Unterricht im Fach Wirtschaft hat in den Schuljahren 9 und 10 die Berufsorientierung fast ausschließlich zum Thema. Hier werden die Praktika vor- und nachbereitet, die Berufsfelder besprochen, zu verschiedenen Berufen recherchiert usw. Im Deutschunterricht der achten Klassen steht die Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf auf dem Programm.
(Hans Lammersen)



3. Speeddating an der Johannes-Gigas-Schule

Kurze, aber intensive Gespräche, Unternehmensvertreter einerseits und Schüler andererseits kennen lernen, Einblicke in Berufe und Betriebe bekommen: Wie in letzten Schuljahren profitierten auch im diesjährigen Durchgang wieder beide Seiten vom Speeddating, welches zum dritten Mal an der Johannes-Gigas-Schule durchgeführt wurde. Mit-Organisatorin der Veranstaltung war wieder Heike Kreienmeier vom Jobstarter plus Ausbildungsprojekt für Lippe (ALEXA). Das Konzept der Veranstaltung – potenzielle Bewerber treffen auf kurzen Wegen und in einem vorher festgelegten Zeitraum von zehn Minuten auf potenzielle zukünftige Arbeitgeber – wurde in diesem Jahr von den Schülerinnen und Schülern stärker genutzt als im Jahr zuvor.

Acht verschiedene Unternehmen, dazu die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft und die Agentur für Arbeit waren an diesem Tag in die Schule gekommen, um sich den Schülern des neunten und zehnten Jahrgangs zu stellen. Diese gingen gut vorbereitet in die Vorstellungsrunden. Im Vorfeld hatten die Wirtschaftslehrer kurze Vorstellungsbögen ausgeteilt, die die Schüler für die Gespräche ausfüllen und dann mitbringen konnten. Und diese wurden auch genutzt, denn sie sorgten einerseits dafür, dass man eine Grundlage für das Gespräch hatte und nahmen andererseits einigen Schülern auf diese Art und Weise auch einen Teil ihrer Nervosität.


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(Hans Lammersen)



Durchstarten statt abwarten – 2. Speeddating an der Johannes-Gigas-Schule

18 Berufe, angeboten von neun Unternehmen und Beratern. Dazu noch die Bundesagentur für Arbeit, die Handwerkskammer OWL und die Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold – dieses Angebot wollten sich am 11. Juli fast 30 Schüler der Johannes-Gigas-Schule nicht entgehen lassen.

Sie nutzten die ihnen zur Verfügung stehende Zeit für eine direkte Kontaktaufnahme mit Betrieben und/oder Beratern. Damit zeichneten sie sich vor den anderen Schülern schon dadurch aus, dass sie drei Stunden länger in der Schule blieben – war doch an diesem Tag in der letzten Woche vor den Sommerferien eigentlich kein Nachmittagsunterricht mehr.

Doch für die, die dageblieben waren, hat es sich gelohnt. Durchweg wurde von allen Beteiligten die konstruktive Atmosphäre und die Qualität der Gespräche gelobt. Viele Schüler gingen mit der Zusage für Praktikumsplätze oder weiterführende Gespräche nach Hause.

Zufrieden waren auch die Vertreter der Unternehmen und die Berater. In einer anschließenden Abschlussrunde wurde von allen der Wunsch nach einer weiteren Wiederholung geäußert. Diese soll im nächsten Jahr allerdings schon zu einem früheren Zeitpunkt stattfinden. Denn so eine Veranstaltung hat mehr Teilnehmer verdient.

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(Hans Lammersen)